Geburtszeit herausfinden in der Schweiz: So gehst du vor
Die gute Nachricht: In der Schweiz ist deine Geburtszeit amtlich erfasst.
Wer Human Design, den Aszendenten oder das Geburtshoroskop präzise berechnen will, braucht die Uhrzeit der Geburt. Anders als in manchen Ländern wird sie in der Schweiz im Personenstandsregister geführt. Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie du an deine Geburtszeit kommst.
Wo ist meine Geburtszeit in der Schweiz registriert?
Zuständig ist das Zivilstandsamt, nicht das Standesamt, wie es in Deutschland heisst. Jede Geburt in der Schweiz wird vom Zivilstandsamt des Geburtsortes beurkundet und im zentralen Personenstandsregister erfasst, inklusive Datum und Uhrzeit der Geburt.
Wichtig: Massgeblich ist der Geburtsort, nicht dein heutiger Wohnort. Bist du zum Beispiel in Zürich geboren und lebst heute in Bern, wendest du dich an das Zivilstandsamt in Zürich. Bei Geburten im Ausland hilft die Schweizer Vertretung oder das Zivilstandsamt am damaligen Geburtsort weiter.
Wie fordere ich die Geburtszeit beim Zivilstandsamt an?
Der übliche Weg:
1. Zivilstandsamt des Geburtsortes finden (die Gemeinde-Website nennt das zuständige Amt, viele Ämter sind regional zusammengefasst).
2. Einen Auszug aus dem Geburtsregister bestellen, telefonisch, per E-Mail, über das Online-Formular des Amtes oder vor Ort. Erwähne ausdrücklich, dass du die Geburtszeit benötigst.
3. Identität nachweisen: Eine Kopie von Pass oder Identitätskarte gehört zur Bestellung.
Auskunft erhältst du zu deiner eigenen Person; für Angehörige gelten je nach Fall zusätzliche Anforderungen.
Was kostet der Auszug und wie lange dauert es?
Auszüge aus dem Personenstandsregister kosten in der Regel rund 30 Franken; die Gebühren sind schweizweit einheitlich geregelt, kleine Unterschiede bei Versand oder Zusatzleistungen sind möglich. Die Bearbeitung dauert je nach Amt meist wenige Tage bis etwa zwei Wochen.
Frage im Zweifel vor der Bestellung kurz nach, ob die Geburtszeit auf dem gewünschten Dokument erscheint, dann sparst du dir eine zweite Bestellung.
Welche Alternativen gibt es?
Bevor du bestellst, lohnt sich ein Blick in die Familie:
Eltern und Verwandte fragen. Oft erinnert sich jemand erstaunlich genau, mindestens an morgens, mittags oder nachts.
Babyerinnerungen durchsuchen. Geburtsanzeigen, Babyalben, Glückwunschkarten oder das Erinnerungsheft der Geburtsklinik nennen häufig die genaue Uhrzeit.
Geburtsklinik anfragen. Spitäler bewahren Patientendossiers nur begrenzt auf, meist einige Jahrzehnte; ein Versuch kann sich bei jüngeren Jahrgängen aber lohnen.
Der amtliche Auszug bleibt die verlässlichste Quelle, denn Erinnerungen runden gerne auf die halbe oder volle Stunde.
Was, wenn die Geburtszeit nirgends auffindbar ist?
Auch ohne Uhrzeit ist längst nicht alles verloren. Numerologie und Sonnenzeichen funktionieren komplett ohne Zeitangabe, das Mondzeichen an den meisten Tagen ebenfalls. Für Human Design und Aszendent rechnest du mit der 12:00-Näherung und liest die Ergebnisse als fundierte Skizze.
Was dabei stabil bleibt und was kippen kann, erklärt der Ratgeber Human Design ohne Geburtszeit berechnen. Den Einstieg machst du direkt mit dem kostenlosen Soul Blueprint, dort kannst du die unbekannte Zeit ausdrücklich als unbekannt markieren.