ELANUM

Unsere Methode und ihre Grenzen

Vertrauen entsteht nicht durch Behauptungen, sondern durch Nachvollziehbarkeit. Hier steht offen, wie ELANUM funktioniert: wie wir rechnen, woher die Texte kommen und wo die Grenzen liegen. Gleich vorweg: ELANUM ersetzt keine Therapie und keine professionelle Beratung.

Drei Systeme, eine Analyse

ELANUM verbindet Astrologie, Human Design und Numerologie als drei Betrachtungsweisen. Deine Antworten aus den Fragebögen ergänzen, was du selbst über dich sagst. Welche Informationen zusammengeführt und wie sie gewichtet werden, hängt von der jeweiligen Analyse und den verfügbaren Daten ab. Eine Gewichtung ist eine redaktionelle Entscheidung und kein Naturgesetz.

So rechnen wir

Alle Planetenpositionen berechnen wir selbst, auf Basis der astronomischen Modelle VSOP87 und JPL DE405. Dein Geburtshoroskop entsteht aus Datum, Zeit und Ort, nicht aus einer Sonnenzeichen-Tabelle.

Jede Änderung an der Berechnungs-Engine läuft gegen über 1500 automatische Kontrollrechnungen und 150 Referenzprofile. Gleiche Eingabe ergibt immer gleiches Ergebnis: reproduzierbar, konsistent, überprüfbar.

Den Zeitpunkt, an dem ein Planet rückläufig wird, haben wir gegen die NASA-Ephemeriden (JPL Horizons) geprüft. An den sechs Merkur-Stationen 2026 lag die grösste zeitliche Abweichung bei gut fünf Minuten. Ein automatischer Test wacht über eine Schranke von zehn Minuten. Das ist eine Messung des Ereigniszeitpunkts. Sie beschreibt keine pauschale Positionsabweichung der Planeten im Geburtshoroskop.

So entstehen die Texte

Alle Deutungstexte stammen aus einer kuratierten Bibliothek mit über 10000 Einträgen in mehr als 300 Kategorien. Sie werden redaktionell gepflegt und laufend erweitert. Keine Deutung wird im Moment der Anfrage von einer KI erfunden.

Der Algorithmus wählt aus, welcher Text zu deiner Konstellation passt. Erstellt wird die Bibliothek mit KI-Unterstützung, kuratiert, geprüft und verantwortet von Menschen. Zur Laufzeit ist sie fest: keine Deutung wird im Moment deiner Anfrage neu erfunden.

Was du selbst beantwortest

Neben dem Geburtsmoment gibt es acht Selbstauskünfte. Fünf davon haben wir selbst formuliert, in Anlehnung an bekannte Modelle. Der Grund ist einfach: fremde Fragebogen sind urheberrechtlich geschützt. Ein abgeschriebener Test wäre weder erlaubt noch besser. Drei sind die Ausnahme und alle drei stammen aus dem International Personality Item Pool, der gemeinfrei ist: der Persönlichkeits-Bogen übernimmt die zwanzig Aussagen des Mini-IPIP, der Integritäts-Bogen die zwanzig Aussagen zur Ehrlichkeit und Bescheidenheit, der Bogen zu den Charakterstärken die achtzehn Aussagen zu Zuversicht, Verlässlichkeit und Gestaltungskraft. Die deutschen und englischen Formulierungen sind für verständliche Aussagen ohne Verneinungen sprachlich angepasst. Validiert sind unsere Fassungen nicht, sie sind am Modell orientiert.

  • Bindungsstil, zwanzig Fragen. Nach dem Modell von Bowlby und Ainsworth, mit der Vier-Kategorien-Einteilung von Bartholomew und Horowitz (1991). Eigene Fragen, keine Übernahme aus dem ECR-R.
  • Nähe und Zuneigung, zwanzig Fragen. Nach dem Modell der Sprachen der Liebe von Gary Chapman (1992). Eigene Formulierungen, Chapmans Original ist urheberrechtlich geschützt.
  • Konfliktstil, fünfzehn Fragen. Nach dem Modell von Thomas und Kilmann (1974). Eigene Fragen, das TKI-Instrument selbst setzen wir nicht ein.
  • Persönlichkeit, zwanzig Fragen. Die fünf Dimensionen nach dem Big-Five-Modell, gemessen mit dem Mini-IPIP (Donnellan, Oswald, Baird und Lucas 2006). Die zwanzig Aussagen basieren auf dem gemeinfreien International Personality Item Pool und sind sprachlich angepasst. Unsere Fassung ist nicht validiert. Kein Vergleich mit einer Normgruppe, weil wir keine haben.
  • Integrität, zwanzig Fragen. Vier Facetten der Ehrlichkeit und Bescheidenheit nach dem HEXACO-Modell von Ashton und Lee. Die zwanzig Aussagen stammen aus dem International Personality Item Pool, der gemeinfrei ist; auf Deutsch in unserer eigenen Übersetzung. Am Modell orientiert und nicht als Messinstrument gedacht: kein Vergleich mit einer Normgruppe, weil wir keine haben.
  • Charakterstärken, achtzehn Fragen. Drei Skalen nach Partsch, Olaru und Lechner: Zuversicht, Verlässlichkeit und Gestaltungskraft. Die achtzehn Aussagen stammen aus dem International Personality Item Pool, der gemeinfrei ist; auf Deutsch in unserer eigenen Übersetzung. Am Modell orientiert und nicht als Messinstrument gedacht: es gibt keinen Gesamtwert, weil die drei Skalen von verschiedenen Dingen sprechen.
  • Werte-Kompass, kein Fragebogen. Du ordnest vier bis sieben aus vierundzwanzig Werten. Diese Auswahl ist unsere eigene Kuration, kein Modell aus der Literatur.
  • Lebensrichtung, sechs Aussagen und zwei kurze Felder. Nach dem Self-Concordance-Modell von Sheldon und Elliot: Ziele tragen unterschiedlich weit, je nachdem ob sie aus einem selbst kommen oder von aussen. Eigene Formulierungen, kein fremdes Instrument. Dazu wählst du alle passenden Lebensbereiche aus zehn Möglichkeiten und stellst drei Lebensstil-Schieber. Das Ergebnis sind Worte, keine Zahl.
  • Human Design, nach dem System von Ra Uru Hu. Eigene Texte und eigene Chart-Darstellung, keine Verbindung zu Jovian Archive.

Jeder Fragebogen verlangt mindestens 75 Prozent beantwortete Fragen. Darunter speichern wir kein Ergebnis, weil es keins wäre.

Wie gut das belegt ist

Nicht alles, was wir verwenden, steht auf demselben Boden. Vier Klassen, offen benannt:

  • Empirisch gut belegt: die Bindungstheorie (Bowlby, Ainsworth, vier Kategorien nach Bartholomew und Horowitz 1991), das Konfliktmodell von Thomas und Kilmann (1974, aus der Organisationspsychologie) sowie das Big-Five-Modell der Persönlichkeit, dessen Kurzform Mini-IPIP (Donnellan et al. 2006) eigens geprüft wurde.
  • Verbreitet und nützlich, aber nicht validiert: die Sprache der Liebe (Chapman 1992). Sie ist in der Paarberatung etabliert, ihre Faktorstruktur hält akademischer Prüfung nicht stand.
  • Eigene Kuration ohne geprüftes Instrument: der Werte-Kompass (vierundzwanzig Werte, unsere Auswahl) und die Lebensrichtung. Deren Aussagen folgen dem Self-Concordance-Modell von Sheldon und Elliot, sind aber selbst formuliert und an keiner Stichprobe geprüft. Beides ordnet, es misst nicht.
  • Deutungssysteme ohne wissenschaftlichen Anspruch: Astrologie, Human Design und Numerologie. Was das heisst, steht weiter unten.

Beginnt ein Satz in deiner Signatur mit «Zwei Pole» oder «Eine Richtung», beschreibt er, wie deine ersten Werte auf dem Wertekreis nach Schwartz liegen, nicht dich. Die Wörter bleiben unsere Auswahl. Ihre Lage auf dem Kreis ist unsere Zuordnung, eine begründete Interpretation und keine Messung. Bei mehr als der Hälfte der Wörter (etwa Spiritualität oder Leidenschaft) wäre auch eine andere Lage vertretbar.

Was in den Score einfliesst

Der Kompatibilitäts-Score steht auf sieben Säulen. Wie schwer jede wiegt, hängt davon ab, ob du beim Onboarding Interesse an den Geburts-Systemen angegeben hast.

Gewicht der sieben Säulen im Kompatibilitäts-Score
SäuleMit InteresseOhne Interesse
Geburtsmoment33 %15 %
Resonanz (Nähe, Kommunikation, Alltag, Soziales, Neues)22 %33 %
Werte12 %15 %
Nähe und Zuneigung9 %9 %
Bindung12 %16 %
Enneagramm5 %5 %
Konfliktstil7 %7 %

Enneagramm und Konfliktstil fliessen seit August 2026 als eigene, bewusst kleine Säulen in den Score ein. Angezeigt werden beide nur, wenn du es erlaubst , per Voreinstellung bleiben sie privat.

Die stärkste Einschränkung zuerst: der Score ist keine Vorhersage. Joel und Kolleginnen haben 2020 über 43 Längsschnitt-Studien gezeigt, dass sich der Erfolg einer Beziehung aus den Eigenschaften zweier Menschen nicht vorhersagen lässt. Impett, Park und Muise haben 2024 die drei Grundannahmen der Liebessprachen geprüft, keine hielt stand, deshalb wiegt diese Säule bei uns am wenigsten. Beide Befunde stehen im Quelltext, der die Gewichte festlegt. Der Score beantwortet eine bescheidenere Frage: wie sehr entspricht dieser Mensch dem, was dir wichtig ist.

Was ELANUM ist und was nicht

Wichtig: ELANUM ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Es ersetzt keine Therapie, keine Medizin und keine professionelle Beratung. Bei ernsthaften Krisen wende dich an Fachpersonen.

ELANUM ist:

  • Ein Werkzeug für Selbstreflexion: Impulse, die dir helfen, dich selbst und deine Beziehungen bewusster anzuschauen.
  • Ein Nachschlagewerk: alle Grundbegriffe offen erklärt im Wissen und im Glossar.
  • Reproduzierbar: gleiche Geburtsdaten ergeben immer dieselbe Analyse.

ELANUM ist nicht:

  • Kein Diagnose-Werkzeug: die Analyse beschreibt Tendenzen, keine Befunde.
  • Keine Entscheidungs-Maschine. Triff wichtige Lebensentscheidungen nie allein auf Basis einer Analyse, unserer nicht und keiner anderen.
  • Keine Wissenschaft: Astrologie, Human Design und Numerologie sind Deutungssysteme mit langer Tradition, aber ohne wissenschaftlichen Wirkungsnachweis. Wir behaupten nichts anderes.

Deine Daten

ELANUM läuft auf Schweizer Infrastruktur und folgt dem Schweizer Datenschutzgesetz (nDSG). Die Gratis-Rechner funktionieren ohne Konto. Statistiken erheben wir cookieless und anonym, nur mit deiner Zustimmung. Details in der Datenschutzerklärung.